Um Vorgänge mit X4 BPM abzubilden, ist es erforderlich, die benötigte Struktur der Fachdaten für den Business Process in einer sogenannten Domain-Model-Datei (.domainmodel) zu definieren.
Mit dem Data Objects-Plugin werden Domain-Model-Dateien in der X4 BPMS um die Registerkarte Data Object ergänzt. Auf dieser Registerkarte können Sie eine komplexe XML-Struktur hinterlegen, die Ihre Business-Daten abbildet.
Weitere Informationen zu Domain-Model-Dateien finden Sie unter Domain-Model verwalten.
Weitere Informationen zum Arbeiten auf der Registerkarte Data Object finden Sie unter Data Object definieren.
Datenbank einrichten
Wenn Sie die mitgelieferte H2-Datenbank verwenden möchten, ist keine weitere Konfiguration erforderlich. Wenn Sie eine eigene Datenbank verwenden möchten, führen Sie die folgenden Schritte aus:
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Starten Sie die gewünschte PostgreSQL- oder MSSQL-Datenbank und legen Sie das Schema X4SERVER an.
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Führen Sie das mitgelieferte Liquibase-Skript aus, um die Datenbanktabellen anzulegen.
Plugin installieren
Das Plugin ist im Standardlieferumfang der X4 BPMS enthalten. Somit sind keine weiteren Schritte zur Installation erforderlich.
Plugin konfigurieren
Wenn Sie die mitgelieferte H2-Datenbank verwenden möchten, benötigen Sie die Datei dataobjects_persistence.properties nicht. Standardmäßig werden die Datenobjekte in der H2-Datenbank persistiert.
Wenn Sie eine eigene Datenbank verwenden möchten, führen Sie die folgenden Schritte aus:
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Erstellen Sie im Ordner
<Serververzeichnis>/configurationsdie Dateidataobjects_persistence.properties. -
Verbinden Sie das Plugin über JDBC oder eine JNDI-Datasource mit der Datenbank.
Hinweise:
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Bei der Nutzung der JNDI-Datasource muss eine entsprechende Datasource in der
standalone.xmlim Ordner<Serververzeichnis>\wildfly\standalone\configurationangelegt sein:
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Wenn in der Datei
dataobjects_persistence.propertiessowohl eine JDBC-Verbindung als auch eine JNDI-Datasource definiert sind, wird die JNDI-Datasource zur Verbindung mit der Datenbank verwendet.
Beispielkonfiguration JDBC
jakarta.persistence.jdbc.driver=org.postgresql.Driver
jakarta.persistence.jdbc.url=jdbc:postgresql://localhost:5432/postgres
jakarta.persistence.jdbc.user=postgres
jakarta.persistence.jdbc.password=MyStrong@Password1
hibernate.default_schema=X4SERVER
Beispielkonfiguration JNDI-Datasource
jakarta.persistence.jtaDataSource=java:/DataObjectsPersistence
Zugriffsrechte verwalten
Nach der Installation und Konfiguration des Plugins müssen Sie im verwendeten Identiy Provider folgende Rollen an alle Benutzer vergeben, die mit dem Plugin in entsprechenden Rollen arbeiten sollen.
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Rolle |
Beschreibung |
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Erlaubt das Anlegen und Aktualisieren von Data Objects. |
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Erlaubt das Lesen von vorhandenen Data Objects. |
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Erlaubt das Löschen von vorhandenen Data Objects. |
Hinweis:
Benutzer, die nicht über die entsprechende Rolle verfügen, können entsprechende Funktionen nicht ausführen.
Automatisches Löschen abgelaufener Data Objects
Abgelaufene Data Objects werden von einem automatischen Hintergrundprozess gelöscht. Dieser kann ebenfalls über die Datei dataobjects_persistence.properties konfiguriert werden:
dataobject.deletion.enabled=true
dataobject.deletion.interval.millis=60000
Wenn diese Konfiguration nicht vorliegt, ist die automatische Löschung standardmäßig ausgeschaltet. Wenn die Löschung aktiviert ist, aber kein Löschintervall definiert wurde, findet die Löschung standardmäßg einmal pro Stunde statt.
Der Standardwert der retentionTime für Data Objects ist 90 Tage. Das heißt, ein Data Object gilt standardmäßig 90 Tage nach dem Zeitstempel des letzten Updates als abgelaufen.
Sie können die RetentionTime eines Data Objects innerhalb eines Business Processes anpassen, indem Sie den Data Object Persistence Adapter in Ihren Prozess einfügen. Weitere Informationen zum Data Object Persistence Adapter finden Sie unter Data Object Persistence Adapter