Um Vorgänge mit X4 BPM abzubilden, ist es erforderlich, die benötigte Struktur der Fachdaten für den Business Process in einer sogenannten Domain-Model-Datei (.domainmodel) zu definieren.
Auf der Registerkarte Data Object der Domain-Model-Datei hinterlegen Sie dazu mittels einer Referenzdatei eine komplexe XML-Struktur, die Ihre Business-Daten abbildet. Die hinterlegte Referenz kann eine XML- oder XSD-Datei sein.
Hinweis:
Wenn Sie in der X4 BPMS mit Data Objects und damit komplexeren Datenstrukturen arbeiten möchten, müssen Sie zunächst die Data Object-Funktion einrichten. Weitere Informationen finden Sie unter Data Objects.
Wenn Sie mit einfacheren Datenstrukturen arbeiten möchten, verwenden Sie die Registerkarte Business Data und damit die Standardfunktionen der Domain-Model-Datei. Weitere Informationen finden Sie unter Business Data definieren.
Data Object definieren
Sie können Data Objects sowohl für einzelne Geschäftsprozesse als auch für das gesamte Projekt bzw. mehrere Geschäftsprozesse definieren.
Hinweis:
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Wenn das Data Object für mehrere Business Processes gelten soll, legen Sie die entsprechende
.domainmodel-Datei im Repository-Ordner Activities > DomainModel an. -
Wenn das Data Object nur für einen bestimmten Business Process gelten soll, legen Sie die entsprechende
.domainmodel-Datei direkt unterhalb des Business Processes an. Nach dem Speichern wird diese direkt an denStart-Baustein des Business Processes angehängt.
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Klicken Sie in der Sicht Projects mit der rechten Maustaste auf den BPM Process, für den Sie ein Data Object anlegen möchten.
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Wählen Sie im Kontextmenü New > Domain Model aus.
Die Datei wird angelegt und im X4 Designer auf der Registerkarte Data Object geöffnet.
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Legen Sie im Feld Name den Namen des Data Objects fest.
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Tragen Sie ggf. eine Beschreibung in das Feld Description ein.
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Legen Sie die gewünschte Data Security fest. Sie können zwischen
Low,Medium,HighundVery Highwählen.
Hinweis:
Beachten Sie, dass der Wert im Feld Data Security im aktuellen Funktionsumfang nur ein Label ist, das an die Datenbank gegeben wird.
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Klicken Sie in der Symbolleiste auf
Speichern.
Hinweis:
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Falls Sie die Domain-Model-Datei im Repository-Ordner Activities > DomainModel angelegt haben, müssen Sie an dieser Stelle die Datei in den gewünschten Business Process ziehen.
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Domain-Model-Dateien, die unterhalb des Business Processes angelegt werden, werden automatisch an den
Start-Baustein angehängt. Die Fachdaten stehen somit im Prozess und den enthaltenen Human Tasks zur Verfügung.
Data Objects in Human Tasks verwenden
Mit Human Task-Bausteinen lassen sich menschliche Aktivitäten in BPM-Prozessen abbilden. Bei der Automatisierung des Business Processes werden diese Human Tasks mit ausführbaren .humantask-Dateien verknüpft. Eine Human Task (.humantask) ermöglicht die Konfiguration der Task Management Web App und damit die Interaktion mit von Menschen ausgeführten Aufgaben, die im Case Management als Vorgang modelliert werden.
Sie können in Human Tasks mit Daten aus Data Objects arbeiten. Weitere Informationen zum Arbeiten mit Data Objects in Human Tasks und dem Task Management Adapter finden Sie unter:
Data Objects in Rules verwenden
Mit Rule-Bausteinenen bilden Sie Regeln für Entscheidungen innerhalb eines Business Processes ab. Die anzuwendenden Regeln werden dabei innerhalb von Entscheidungstabellen (.rule) nach DMN 1.1 definiert. Die Regeln können automatisiert geprüft und die Ergebnisse für die Weiterverarbeitung an den Business Process zurückgegeben werden.
Sie können Regeln auf Basis von Daten aus Data Objects anlegen. Weitere Informationen zum Arbeiten mit Data Objects in Rules finden Sie unter Rule.
Data Objects in Web Apps anzeigen
Mithilfe des Data Object Web App Adapters können Sie Data Objects in einen Technical Process integrieren, der als Backend-Prozess einer Web App dient. Der Adapter liest die Daten eines Data Objects und zeigt die Informationen entsprechend eines zuvor definierten View Models in der Web App an. Weitere Informationen zum Data Object Web App Adapter finden Sie unter Data Object Web App Adapter.
Automatisches Löschen abgelaufener Data Objects
Abgelaufene Data Objects werden von einem automatischen Hintergrundprozess einmal die Stunde gelöscht. Der Standardwert der retentionTime für Data Objects ist 90 Tage. Das heißt, ein Data Object gilt standardmäßig 90 Tage nach dem Zeitstempel des letzten Updates als abgelaufen.
Sie können die Retention-Time eines Data Objects innerhalb eines Business Processes anpassen, indem Sie den Data Object Persistence Adapter in Ihren Prozess einfügen. Weitere Informationen zum Data Object Persistence Adapter finden Sie unter Data Object Persistence Adapter.
Sie können das automatische Löschen abgelaufener Data Objects über den Systemparameter ENABLE_DELETION_PROCESS ein- oder ausschalten. Weitere Informationen finden Sie unter Data Objects.